Dr. med. Konstantin Godin Schrobenhausen - Ihr Urologe im Großraum Augsburg-Ingolstadt
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Vollständige urologische
Vorsorgeuntersuchung
Ultraschall rettet Leben!
Es ist mein Anliegen, jeden Patienten über den erforderlichen Umfang einer modernen urologischen Vorsorgeuntersuchung umfassend zu informieren.
Die Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) legt folgende Bestandteile der Vorsorgeuntersuchung des Mannes fest:
• gezielte Anamnese
• Inspektion und Palpation des äußeren Genitales einschließlich der entsprechenden Hautareale
• rektales Abtasten der Prostata
• Abtasten regionärer Lymphknoten
• Befundmitteilung mit anschließender Beratung.
Dieser Umfang der Vorsorgeuntersuchung des Mannes wurde 1972 festgeschrieben und bleibt nach mehr als 50 Jahren unverändert. Ein rektales Abtasten der Prostata wird in den urologischen Fachkreisen nicht mehr als eine Maßnahme i.R. der Früherkennung des Prostatakarzinoms betrachtet, da ein tastbarer Tumor in den meisten Fällen bereits lokal fortgeschritten ist. Weder der Ultraschall noch das prostataspezifische Antigen (PSA) standen uns Anfang 1970-er zur Verfügung. Eine Früherkennung (in erster Linie der onkologischen Erkrankungen im frühen, d.h. in den meisten Fällen heilbaren Stadium) ist ohne den Ultraschall und ohne die PSA-Kontrolle in einer bestimmten Altersgruppe nicht möglich.
Die Folge des restriktiven Vorsorgeumfangs ist oft die Diagnose einer Tumorerkrankung im fortgeschrittenen Stadium, obwohl der Patient sämtliche, von der Kassenmedizin festgelegte Vorsorgeuntersuchungen in der Vergangenheit wahrgenommen hat. So eine Rationierung entspricht nicht den Ansichten und Erwartungen an eine moderne Medizin und untergräbt in solchen Fällen das Arzt-Patienten-Verhältnis.
Da ich als Arzt einen soliden Untersuchungsumfang anstrebe und auch mögliche Klagen wegen einer „nicht stattgefundener Aufklärung über individuelle Gesundheitsleistungen“ im Fall einer fortgeschrittenen Tumorerkrankung zu einem späteren Zeitpunkt mir und meinen Patienten ersparen will, wird jedem Patienten, der zur Vorsorgeuntersuchung kommt, ein Informationsheft ausgehändigt. Die Flyer, die diesem Heft beigelegt sind, informieren Sie über den Inhalt sinnvoller Zusatzuntersuchungen. Diese Zusatzuntersuchungen, die im Rahmen der Vorsorge als individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL) erbracht werden können, bilden die Grundlage einer modernen urologischen Vorsorgeuntersuchung und ermöglichen es dem Arzt, viele, in erster Linie bösartige Erkrankungen, in ihrem heilbaren Frühstadium zu erkennen.
Kurz gefasst: alles was sich bei der körperlichen Untersuchung sehen oder tasten lässt, ist bereits groß gewachsen.
Das heißt, Ultraschall rettet Leben!
Sie würden sicherlich sich selbst und mich fragen, welcher Umfang der Vorsorgeuntersuchung in Ihrem individuellen Fall sinnvoll ist.
Generell gilt die Vorgabe, dass eine Vorsorgeuntersuchung bei Männern ab dem Alter von 45 Jahren jährlich stattfinden soll. In diesem Fall empfehle ich neben der PSA-Bestimmung eine Ultraschalluntersuchung des männlichen Urogenitaltraktes (Nieren, Harnblase, Prostata (TRUS) und Hoden).
Sollte Ihre familiäre Vorgeschichte durch einen Prostatakrebsfall im nahen Verwandschaftskreis (Vater, Bruder) vorbelastet sein, empfehlen die Leitlinien eine Vorsorgeuntersuchung ab dem Alter von 40 Jahren.
Der häufigste urologische Krebs des jüngeren Mannes ist das Hodenkarzinom. Es weist zwei Altersgipfel um 18 und 45 Jahren auf. Die zweithäufigste Neubildung des Urogenitaltraktes bei jungen Menschen ist Nierenkrebs . Diese Krebsart ist zwar selten, verläuft aber häufig aggressiv und, im Gegenteil zum Hodenkrebs, ist oft im fortgeschrittenen Stadium unheilbar. In diesem Hinblick sind Ultraschalluntersuchungen der Hoden und der Nieren bei jungen Männern in der Altersgruppe zwischen 16 und 45 Jahren sinnvoll. Da die Vorgaben der gesetzlichen Krankenversicherung keine Vorsorgeuntersuchung bei Männern im Alter unter 45 Jahren vorsehen, kann eine Vorsorge in dieser Altersgruppe ausschließlich als eine individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) erfolgen.