Dr. med. Konstantin Godin Schrobenhausen - Ihr Urologe im Großraum Augsburg-Ingolstadt
- Open ended Soft touch Vasektomie / No scalpel-Vasektomiezentrum Neuburg-Schrobenhausen
- Optilume-Verfahren bei Harnröhrenstriktur
- PRP (Eigenbluttherapie) bei erektiler Dysfunktion (ED) und Induratio penis plastica (M. Peyronie)
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Open ended Soft touch Vasektomie:
Indikationen,
Kontraindikationen
und Aufklärungsgespräch
No scalpel-Vasektomiezentrum Neuburg-Schrobenhausen
Neu: das Beratungsgespräch (gesetzlich verpflichtend) kann über jameda-Videosprechstunde erfolgen
Indikation zur Vasektomie:
jeder geschäftsfähige Mann kann sich einer Vasektomie unterziehen lassen. Die Anwesenheit der Partnerin beim Aufklärungsgespräch ist nicht zwingend notwendig.
Relative Kontraindikationen zur Vasektomie:
Alter des jüngsten Kindes unter 12 Monaten, Alter des Mannes unter 30 Jahren und/oder fehlende Partnerschaft. Die Vasektomie bei nicht einwilligungsfähigen Männern erfordert eine gerichtliche Genehmigung auf der Grundlage eines Sachverständigengutachtens.
Absolute Kontraindikation zur Vasektomie:
minderjähriger Patient. Eine Einwilligung der Eltern ist in diesem Fall nicht rechtswirksam.
Inhalte des Aufklärungsgeprächs:
- Das Aufklärungsgespräch findet spätestens 24 Stunden vor dem Eingriff statt.
- Die Dokumentation erfolgt schriftlich.
- Die Anwesenheit der Partnerin ist nicht zwingend erforderlich.
- Eine Tastuntersuchung und eine Ultraschalluntersuchung des Skrotalinhaltes werden durchgeführt.
- Vasektomie hat keine negativen Einflüsse auf das Ejakulatvolumen, das Libido, die Erektion und das Selbstbewusstsein.
- Der Eingriff ist grundsätzlich irreversibel.
- Die Chancen auf eine Schwangerschaft nach einem Wiederherstellungseingriff (Vasovasostomie, Epididymovasostomie) liegen zwischen 52 und 89 %.
- Es bestehen die Möglichkeit einer Kryokonservierung von Sperma vor Vasektomie und die Möglichkeit einer künstlichen Befruchtung (IVF) nach Versagen eines Wiederherstellungsversuchs.
- Es besteht die Notwendigkeit einer weiteren Verhütung nach Vasektomie, bis die Auswertung der Ejakulatprobe 3 Monate nach dem Eingriff entweder einen sterilen Befund oder den Nachweis von wenigen unbeweglichen Spermien liefert (EAU-Leitlinien)
- Die Gefahr einer späteren Rekanalisierung ist enorm gering (Schwangerschaft in ca. 1:3000 Fällen).
- Allgemeine postoperative Komplikationen sind selten (Nachblutung 0-20 %, Wundinfektion 0-6% in verschiedenen Statistiken). Diese Komplikationsraten sinken nach einer No scalpel-Vasektomie (NSV) etwa um das 10-fache.
- Länger als 3 Monate nach dem Eingriff andauernde, die Lebensqualität beeinträchtigenden Schmerzzustände (Postvasektomie-Schmerzsyndrom) werden in ca. 2 % beobachtet.
- noch nicht endgültig geklärte Datenlage in Bezug auf das Risiko, später an einem Prostatakrebs zu erkranken. Laut einer Studie aus Dänemark liegt das relative Risiko bei 1,07. Kritisch zu hinterfragen wäre, ob tatsächlich nicht die Erkrankungs-, sondern die Entdeckungsrate höher ist. Ein möglicher Grund dafür ist ein früher hergestellter Kontakt zum Urologen und eine dadurch höhere Inanspruchnahme der Krebsfrüherkennungsuntersuchungen in der Zukunft.